News

Angedacht - Promi-Boulevard

08. März 2019 11:15 von Manuel Bendig | Kategorie: NRW

Foto: Ralf Roletschek

Gedanken über Gott und die Welt

Im Westdeutschen Rundfunk werden nach eigenen Angaben in der Rubrik Promi-Boulevard „die Hörerinnen und Hörer dreimal täglich mit Klatsch und Tratsch, Nachrichten und Infos über ihre Lieblinge versorgt.“ Zu hören ist dort allerlei von den ‚Schönen, Reichen und Mächtigen’ unseres Planeten.

Diese Nachrichten ermöglichen einen kleinen Einblick in die Welt von Macht und Glamour und vermitteln das Gefühl wenigstens so ein kleines Bisschen dazu zu gehören.

Doch gewöhnlich gibt es für die  Menschen auf der anderen Seite nur sehr selten weitere Berührungspunkte mit ihren „Lieblingen“.

Auf einen Nenner gebracht: Die einen verdienen das große Geld und leben ihren Ruhm, ihren Reichtum und ihre Macht solange wie möglich aus, die anderen nehmen das lediglich aus der Ferne wahr, haben aber keinerlei Anteil daran.

Im Psalm 113 wird dem Leser auch eine Information über die Welt von Macht und Ruhm vermittelt. „Wer ist wie der HERR, unser Gott, der oben thront in der Höhe, der niederschaut in die Tiefe, auf Himmel und Erde...?“

Dieses Bild nehmen viele Menschen als ein Indiz dafür, dass Gott gewissermaßen genauso einzuordnen ist, wie die meisten Promis, ganz weit weg, unerreichbar ohne die geringste Möglichkeit von seinem Ruhm und seiner Macht zu profitieren.

liest man den Text im Zusammenhang, bzw. zu Ende, zeigt sich allerdings ein komplett anderes Bild. „Er holt die Armen aus dem Staub heraus und die Hilflosen aus dem Schmutz. Er gibt ihnen einen Platz neben Fürsten, ja, neben den Fürsten seines Volkes!“

Hier ist die Rede von einem Gott, der nicht nur ab und zu auftaucht, um sich bewundern und applaudieren zu lassen.  Es ist ein Gott, der an den kleinen und großen Fragen und Themen des ‚einfachen’ Menschen sein stärkstes Interesse zeigt.

Er sucht und wünscht sich unsere Nähe, geht auf uns zu verbindet uns mit sich durch seine Versöhnung.

So bekommt der Satz, dass man nie tiefer fallen kann, als in Gottes Arme, eine ganz besondere Bedeutung.

Eine gesegnete Zeit

Manuel Bendig

zurück zu News