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Angedacht - Leben wie im Märchen

21. Dezember 2018 10:00 von Manuel Bendig | Kategorie: NRW

Foto: Sebastian Fröhlich, unsplah.com

Gedanken zum „Fest der Liebe“

Auf den Philippinen erzählt man sich folgendes Märchen: Ein König hatte zwei Söhne. Als er alt wurde, wollte er einen der beiden zu seinem Nachfolger einsetzen. Er gab jedem der beiden Söhne fünf Silberstücke und sagte: „Geht und füllt die Halle unseres Schlosses. Was ihr für das Geld besorgt, um damit die Schlosshalle zu füllen, das ist eure Sache!“

Da ging der älteste Sohn hin und brachte ausgedroschenes Zuckerrohr in die Halle und füllte sie damit bis oben hin.

Bald darauf kam auch der jüngere Sohn. Er ließ all das Stroh aus der Halle entfernen, stellte mitten in die große Halle eine Kerze und zündete sie an. Ihr Schein füllte den Raum bis in den letzten Winkel.

Da sagte der König zu ihm: „Du sollst mein Nachfolger sein. Denn du hast die Halle nicht mit nutzlosem Stroh gefüllt, sondern mit dem, was die Menschen brauchen, dem lebendigen Licht!“

In wenigen Tagen feiern Millionen von Menschen das Fest der Liebe, bzw. des Friedens. Im Vorfeld geht es in so mancher Familie, in Betrieben und Nachbarschaften alles andere als friedlich oder gar liebevoll zu.

Stress, der sich am Arbeitsplatz entwickelt hat, Beziehungen, die in den sozialen Netzwerke als schwierig benannt würden oder  Zwistigkeiten, die jahrein, jahraus Thema in der Gesellschaft sind. Sie breiten sich aus wie das ausgedroschene Zuckerrohr in der alten Geschichte.

Nun heißt es wenigsten an Weihnachten gute Miene zu bösem Spiel  machen.

Der jüngere Sohn in der Geschichte gibt uns durch sein weises Handeln Hilfestellung für ein friedliches und liebevolles Fest. Geringer Aufwand bei größter Wirkung.

Der ursprüngliche Gedanke des Weihnachtsfestes, sich an die Geburt Jesu zu erinnern ist zugleich die Lösung für unsere Misere.

Er, der durch ein außergewöhnliches Licht angekündigt wurde, der von sich selbst sagte, dass er das Licht der Welt sei, will diesen besagten Frieden in uns hineinpflanzen, möchte uns zu liebevollen Beziehungen verhelfen.

Sein Licht, also sein Lebensentwurf kann und will uns Liebe und Frieden verschaffen, hier und heute!

Ich wünsche allen Lesern eine liebevolle friedliche, und gesegnete Zeit!

Manuel Bendig

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