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Angedacht - Wollen wir das?

07. Dezember 2018 11:30 von Manuel Bendig | Kategorie: NRW

Foto: Nina Strehl unsplash.com

Gedanken über Beziehungen

Im Dortmunder Lokalteil einer Tageszeitung hat sich aufgrund der Kolumne „Klare Kante“ zum Thema, dass das christliche Dortmund verdunstet, eine Welle ganz unterschiedlicher Standpunkte entwickelt. Die Beiträge reichen von bedingungsloser Zustimmung bis hin zu vernichtender Kritik.

In der Kolumne stellt der Autor fest, dass die Stadt sich schleichend verändern würde. Neben den äußeren Werten und Maßstäben wären es auch die inneren, die kaum noch wahrnehmbar seien.

In den Reaktionen wird darauf hingewiesen, dass eine Stadt per se sicher nicht christlich sein könne, wohl aber ihre Bürger. Zurecht wird dort angemerkt, dass Werte und Maßstäbe nicht das Alleinstellungsmerkmal einer religiösen Gruppierung sein könnten. Andere dagegen betonen das vielfältige Engagement der beiden großen Kirchen in der Stadt.

Wie auch immer die Reaktionen ausfallen mögen, die Frage, nach unserem Wollen gibt mir und all denen, die mit mir den Glauben an den auferstanden Christus teilen, eine Hausaufgabe auf. Sie könnte in etwa so lauten: „Überprüfe die Auswirkungen deines Redens und Handelns auf dein persönliches Umfeld, insbesondere die Stadt, in der du lebst!“

In einer Folgeaufgabe müsste die Frage enthalten sein, wie wir das Ergebnis bewerten und welche Schlüsse wir daraus ziehen.

Gott hat den Menschen einmal eine ähnliche Hausaufgabe ins Aufgabenheft des Lebens geschrieben: „Suchet der Stadt Bestes!“, ist im Jesaja 29,7 zu lesen. Er hat dabei allerdings weniger Worte gebraucht, um es auf den Punkt zu bringen. Wenn es der Stadt gut geht, geht es auch denen gut, die sich um sie bemühen.

Mein Eindruck ist, dass die Menschen ihr Reden und Handeln seit je her immer wieder nach dem Grundsatz „wenn - dann“ ausrichten. Liest man die Bibel im Zusammenhang, wird recht schnell deutlich, dass Gott aus einen anderen Beweggrund handelt. Die Liebe zum Menschen.

Wenn es dem Menschen, dem meine Liebe gilt, gut geht, geht es auch mir gut! Ganz ohne Berechnung!

Allen Lesern wünsche ich eine gesegnete Zeit in und für die Stadt, in der wir leben.

Manuel Bendig

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