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Angedacht - unerhört!

24. August 2018 11:15 von Manuel Bendig | Kategorie: NRW

Foto: Kelly Sikkema, unsplash.com

Vom Schweigen, bzw. Reden Teil III

Die ‚Diakonie’ hat im Sommer eine beeindruckende Kampagne gestartet, um Menschen in der Gesellschaft eine Stimme zu verleihen, die oft übersehen werden. Die dabei gewählte Doppeldeutung des Wortes ‚unerhört’, beschäftigt mich nachhaltig.

Es ist in der Tat unerhört, dass, und wie Menschen achtlos an den Schicksalen anderer Menschen vorbei gehen.

Es ist unerhört, wie vielerorts die Ungerechtigkeit überhand nimmt und Begriffe wie Kulanz, Erbarmen u.a.m. immer mehr in Vergessenheit zu geraten scheinen. So bleiben Menschen und ihre Probleme un(ge)erhört.

Wenn Jesus z.B. in der Bergpredigt davon spricht, dass unser Leben durch ein ganz einfaches Prinzip, ein gelungenes Leben sein kann, dann hat das für so manchen etwas ‚Unerhörtes’ an sich. Einerseits, weil er es nicht hören will, andererseits, weil es stört, den eigenen Interessen im Weg steht.

Dem Slogan: „Wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht“, setzt Jesus das Prinzip: „Behandle dein Gegenüber so, wie du behandelt werden möchtest“ entgegen.

Das kann von uns heute vielfältig umgesetzt werden.

Wir können dem ‚Stummen’ eine Stimme verleihen. Können dem Traurigen eine Schulter zum anlehnen bieten. Wir können unsere Hände einsetzten, um dem Hilflosen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Dem ‚Unerhörten’ können wir begegnen und Anteil an dem nehmen, was nicht selten unerhört ist.

Es wäre unerhört, wenn wir diese Kampagne von der Diakonie einfach nur zur Kenntnis nehmen, aber alles anderen überlassen und zur Tagesordnung übergehen.

‚Unerhört’? Ja, Jesus hat wieder einmal auf ganz simple Art und Weise mit einem lapidaren Satz unser aller Leben tiefgreifend bereichert, uns aber auch herausgefordert. (Mt 7,12)

Durch unser Hören, Reden und Handeln können wir dazu beitragen, dass sein Prinzip in unserem Umfeld greift und Schule macht!

Eine gesegnete Zeit!

Manuel Bendig

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