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Angedacht - Autogramm

11. Mai 2018 10:00 von Manuel Bendig | Kategorie: NRW

Foto: Kevin Grieve - unsplash.com

Gedanken über meine Bedeutung

Stell dir vor, dich spricht jemand an und bittet dich völlig unerwartet um dein Autogramm. Undenkbar? Das muss ein Irrtum sein! Irgendwann, dein Gegenüber lässt nicht locker, fragst du vielleicht dann doch nach dem Grund der Bitte.        

So erging es mir vor einer Woche. Ich wäre doch der, der da immer....?! Stimmt, das bin ich, „aber ein Autogramm“, dachte ich erstaunt...

Heute würde ich einiges darum geben, ein Foto von diesem Moment von meinem Gesichtsausdruck sehen zu können.

Während ich noch zwischen einem „ist das nicht ein wenig übertrieben“ und dem Gefühl wertgeschätzt zu sein schwankte, bekam ich einen Stift in die Hand gedrückt und ‚musste’ auf der goldenen Hülle des Smartphones meinen Namen verewigen.

Diese Situation hat mich nachhaltig beschäftigt. Ein Autogramm ist ja erst einmal nichts Besonderes! Es ist lediglich eine Unterschrift. Einen, nicht selten hohen Preis, erzielen solche Unterschriften erst, wenn sie mit einem Foto des Promonenten in Verbindung gebracht werden. Dann wird das Ganze zu einem Unikat, das sogar urheberrechtlich geschützt ist.

Den Gedanken des Unikates möchte ich gern noch vertiefen. Wenn ein Autogramm erst durch ein Bild an Bedeutung und auch an Wert gewinnt, was macht dann heute die vielen Worte von Jesus, die er wie seine Unterschrift unter sein Leben gesetzt hat, zu einem Unikat? 

Auf mein Erlebnis der letzten Woche bezogen würde das bedeuten, dass mein Namenszug auf der Hülle lediglich einen ideellen Wert besitzt.

Dem gegenüber sind wir als Nachfolger Jesu wie seine Autogrammkarte. Ein Unikat! Unbezahlbar wertvoll! Vor allem aber durch den Urheber (für die Ewigkeit) geschützt.

Ich weiß nicht was aus meinem Namen auf der Hülle wird, ob er verblasst oder irgendwann gar verloren geht. Aber dass ich Jesu ‚Autogrammkarte’ sein darf, das erfüllt mich mit Hochachtung ihm gegenüber und dem Wunsch dieses Bewusstsein um mich herum mit anderen zu leben und zu teilen.

Eine gesegnete Zeit

Manuel Bendig

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