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Angedacht - 1. April

29. März 2018 12:30 von Manuel Bendig | Kategorie: NRW

Foto: Manuel Bendig

Gedanken über einen alten Brauch

In einschlägiger Literatur wird auf den mindestens seit 1618 überlieferten Brauch des ‚in den April zu schicken’ hingewiesen. Menschen versuchen einander am 1. April durch erfundene oder verfälschte Geschichten reinzulegen.

Heutzutage scheuen die Menschen weder Mühen noch Kosten, um sich die unmöglichsten Geschichten einfallen zu lassen. Wenn es ihnen gelingt, ihr Gegenüber, möglichst vor anderen Personen, in den April zu schicken, dann sind die Rollen klar verteilt. Der ‚Betrogene’ ist blamiert, da er sich hat reinlegen lassen. Der ‚Betrüger’ und alle, die es frühzeitig bemerkt haben, amüsieren sich nachhaltig über den gelungen Scherz. 

In diesem Jahr könnte jemand folgende Geschichte zum besten geben: Ein Mann wird in einem fernen Land des Hochverrats beschuldigt. Die Ankläger haben in ihrer Beweisaufnahme ausreichend Material zusammengetragen. Es überzeugt den Richter aber nicht, um die verlangte Höchststrafe zu verhängen.

Die Rechtsvertreter sind erfahrene Gelehrte. Sie bemerken, dass nicht viel fehlt, dass ihr Vorhaben scheitert. So greifen sie zu einem letzten für sie probaten Mittel. Sie wiegeln die Zuschauer des Prozesses auf. Der Richter fühlt sich unter Druck gesetzt und fällt das gewünschte Urteil. Todesstrafe!

Der Verräter wird hingerichtet. Alles scheint ein ‚gutes Ende’ für die ‚Gerechtigkeit’ zu nehmen.

Doch Tage später wird von ersten Zeugen behauptet, dass der Tote nicht mehr in seinem Grab liegt. Andere berichten sogar, ihn leben gesehen zu haben.....

Am 1. April 2018 jährt sich dieses Ereignis. Wie vor nahezu 2.000 Jahren behaupten inzwischen Millionen von Menschen, dass Jesus von Nazareth nach seiner Kreuzigung von den Toten auferstanden ist.

Kein Aprilscherz! Kein Gag, den sich Menschen ausgedacht haben, um andere reinzulegen.

Jesus wurde von so vielen, unterschiedlichen Menschen gesehen. Es wird an so vielen Stellen von seinem Wirken nach seiner Auferstehung berichtet, und das seit Jahrhunderten.

Die Christen rufen sich zu „Er ist auferstanden, wahrhaft auferstanden!“

Ein Grund sich zu freuen! Nicht über jemanden, der auf die Geschichte reingefallen ist! Nein, weil damit die vorhergesagte Rettung der Menschheit  erfolgt ist!

Ein gesegnetes Osterfest wünscht

Manuel Bendig

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