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Angedacht - Die Sache mit dem Zeigefinger

20. Oktober 2017 22:15 von Manuel Bendig | Kategorie: NRW

Foto: unbekannt

Gedanken über die Schuldfrage

Die Plakate der politischen Parteien sind verschwunden. Die Verlierer sind noch dabei ihre Wunden zu lecken. Die Sieger haben keine Zeit, um sich wirklich freuen zu können, stehen doch komplizierte Koalitionsverhandlungen vor der Tür.

Der Grundsatz, dass nach der Wahl vor der Wahl sei, bestätigt sich in den tagtäglich veröffentlichten Kommentaren aus den Parteien.

Dabei haben alles etwas gemeinsam: die Sache mit dem Zeigefinger. Seit dem Sündenfall ist es überall das Gleiche. Von Eva und Adam wird auf den ersten Seiten der Bibel berichtet, dass sie (mit ausgestrecktem Zeigefinger1) ihre Schuld auf den anderen verschoben haben. Adam zeigte auf seine Frau, Eva auf die Schlange. Wenn die Schlange noch zu Wort gekommen wäre, hätte sie garantiert einen weiteren Schuldigen gefunden.....

So wie es bei Politikern aller Gruppierungen immer die anderen Parteien und ihre Führer sind, die die Schuld an der Misere der Gesellschaft tragen, beginnen die Kinder im Kindergarten ihre erwachsenen Vorbilder perfekt zu kopieren. Als ihre Leitbilder zeigen wir solange mit dem Zeigefinger auf andere, bis wir selbst nicht mehr im Gespräch sind.

Am Anfang der Menschheit hat Gott sich dadurch in keiner Weise beeindrucken lassen. Die Konsequenzen für ihr Handeln bekamen die ersten Menschen direkt präsentiert.

Durch den Tod Jesu hat sich an der Schuldfrage nichts geändert. Schuld bleibt immer noch Schuld. Der Umgang mit der Schuld ist allerdings ein anderer geworden. Wir haben es nicht mehr nötig auf andere, die Umstände usw. zu zeigen.

Durch den Tod Jesu dürfen wir mit unserer Schuld direkt zu Gott kommen und um Vergebung bitten.

Der ‚Zeigefinger’ wird in der Bibel direkt oder indirekt mehrfach erwähnt. Ein Recht, auf andere zu zeigen, um vom eigenen Tun abzulenken, gehört definitiv nicht dazu!2

Eine gesegnete Zeit

Manuel Bendig

1 So könnte es gewesen sein. 2 Jes. 58,9ff, Matth. 7,1ff,  Joh 8,7, Röm 14,10ff

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