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Angedacht - Händedruck

26. Mai 2017 11:30 von Manuel Bendig | Kategorie: Hansa, NIB, BW, NRW, Jugend, MRV

Foto: Konstantin Gastmann - Pixelio.de, Layout Manuel Bendig

Über die Machtdemonstration Gottes

Wenn sich die Mächtigen, jedenfalls was die Wirtschaftskraft angeht, der Welt treffen, dann achtet die Presse auf jedes Detail. Zum Leidwesen derer die sich in ihrem sensiblen Fokus befinden, dem nichts entgeht.

So auch beim G7- Gipfel auf der italienischen Insel Sizilien, beim Zusammentreffen der Präsidenten Frankreichs und der USA. Außer einem ‚Hallo’ und einigen Floskeln wie ‚Schönes Wetter heute..!’, schienen die beiden Neulinge im Kreise der G7-Staats- und Regierungschefs noch nichts groß gesagt zu haben.

Aber ihre Köpersprache, genauer gesagt ihr Handschlag sprach Bände. Wie beim Fingerhakeln am Stammtisch, bemühten sich die beiden Präsidenten vor laufenden Kameras ihre Kraft und damit ihre Macht zur Schau zu stellen.

Die Presse analysierte diese Szene bis ins kleinste Detail. Wessen Handknöchel sind vom Druck her weißer, wessen Mundpartie am meisten angespannt, und vor allem, wer löst seinen Griff als erster. Als ob man daran über den Sieger und Verlierer der Partie entscheiden könne.

Solche Machtdemonstrationen er- und durchleben wir tagtäglich immer wieder aufs Neue. Im Straßenverkehr, wenn es um die Vorfahrt geht. Beim Einkauf und beim Kampf um den besten Platz in der Schlange vor der Kasse. Im Sandkasten beim Reservieren der scheinbar besten Ecke.

Selbst in der Kirche machen wir nicht davor Halt, unsere ‚Macht’ zu demonstrieren. Die Sitzplatzwahl, oder die Reihenfolge in einer Gesprächsrunde seien hier nur als eines der vielen Beispiele erwähnt.

Dabei ist jedem Nachfolger klar, wer wirklich die Macht inne hat? Es ist Gott der Herr, der über allem steht.

Der, der die Macht hat, ist derjenige, der sie am wenigsten demonstriert. Weil er es nicht um seinetwillen tun muss.

Mehr noch! Er verzichtet zu unseren Gunsten auf seine Macht, damit wir aus seiner Gnade leben können.

Ein Gedanke, der uns bei unseren Machdemonstrationen helfen kann, im Gegenüber mit den Augen Gottes den Bruder, die Schwester zu sehen.

Eine gesegnete Zeit!

Manuel

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