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Angedacht - Ich und Du...

18. November 2016 10:30 von Manuel Bendig | Kategorie: Hansa, NIB, BW, NRW, Jugend, MRV

Foto: Clara Diercks - pixelio.de

Es war  wieder mal so ein Tag, an dem ich mich total unsicher fühlte. Erst habe ich aus dem Kleiderschrank die falschen Klamotten gezogen. Die Haare wollten sich trotz Intensivbehandlung nicht bändigen lassen. Meine Suche nach den richtigen Worten liefen ins Leere.

Das Schlimmste war jedoch, dass mich alle ansahen. Ich malte mir ihr Gedanken aus und ...

Der junge Mann, der mir gegenüber an der Ecke stand, sah mich unentwegt  an. Dann schaute er wieder weg. In einem mutigen Moment ging ich auf ihn zu.

Er grinste und sagte, dass er es lustig fände, dass ich auf ihn zukomme.  „Ich frage mich nämlich...“„...wie man so auf die Straße gehen kann?“ unterbrach ich ihn. Und gleich oute ich mich über meine Befinden, über die Klamotten, die Haare, und überhaupt.

„Nein!!!!. Aber können Sie mir sagen, wie ich am schnellsten zum Weihnachtsmarkt komme?!

So schnell habe ich noch niemandem einen Weg erklärt! Ich wollte diese peinliche Situation möglichst schnell hinter mir lassen.

Wie wohltuend ist es, dass Gott nicht den Weg zum Weihnachtsmarkt  sucht, sondern uns im Blick hat. Das muss uns auch überhaupt nicht peinlich sein, denn er sagt: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe das Ende, des ihr wartet.“ Jeremia 29:11

Bei so einem Gott kann und darf ich ganz Ich sein. Muss mich nicht verstellen oder schämen. Gleichzeitig darf ich zum Du werden, weil seine Gedanken sich auf alle seine Geschöpfe gleichermaßen beziehen. Mein Gegenüber den gleichen Wert besitzt

In diesem Sinne Wünsche ich uns eine neuen Woche, in der wir ein gesundes Selbstvertrauen leben können, mit dem unser Gegenüber in seinem Ich genauso gestärkt werden kann, wie wir selbst.

Manuel

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