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Angedacht - Bonbongedanken

07. Oktober 2016 10:30 von Manuel Bendig | Kategorie: Hansa, NIB, BW, NRW, Jugend, MRV

Foto: M. Bendig

„Jetzt, bevor ich meine Gedanken zu Papier bringe, wäre die richtige Zeit für einen von diesen leckeren Bonbons“, dachte ich. Nur noch ein paar Schritte in die Küche, zu der Schale mit den Bonbon-Tüten, meine Frau hattet mir daraus unlängst ein besonders Exemplar Waldhonig Salbei angeboten. Genau darauf habe ich meine Geschmacksknospen ausgerichtet. Mein zielstrebiger Griff zu der honiggelben Tüte fördert auf direktem Weg die kleine Köstlichkeit hervor. Voller Erwartung auf die Mischung von fein lieblich schmeckenden Honig, mit einem Hauch von Salbei, befreie ich den Bonbon von seiner Verpackung, werfe diese in den Papierkorb und stecke das süße Etwas in den Mund.

Doch was ist das? Hatte mich meine Erwartung so geblendet? Die ‚Köstlichkeit’ muss ein Irrtum sein! Waldhonig, der die Schärfe eines Pfefferstreuers besitzt, passt so gar nicht zu meinen Vorstellungen. Je länger ich den Bonbon lutschte, desto mehr Schärfe setzte er frei.

Des Rätsels Lösung ist relativ einfach und regt mich zum Nachdenken an. Die  gelbe Tüte enthielt nicht die erwartete Bonbon-Sorte, für die hätte ich in die weiße Tüte greifen müssen. In der gelben hatte die Sorte Ingwer-Kräuter ihr Zuhause. Der Bonbon war ‚richtig’ eingepackt, was ich allerdings nicht weiter beachtet hatte. Mir wird klar:

  • Nicht alles, was ich erwarte, muss zwingend der Realität entsprechen.
  • Meine Erwartungen (z.B. gelb=Honig) gelten nicht für alles und jeden.
  • Ein genaues Hinsehen (Prüfen) hilft die Tatsachen zu erkennen und schützt vor bösen Überraschungen.

Die Bibel lehrt uns diese Erkenntnisse in unterschiedlichen Zusammenhängen, durch die verschiedensten Beispiele oder Aussagen. Auf den ersten Seiten der Bibel wird davon berichtet, dass die Schlange etwas vorgibt, was ganz und gar nicht der Realität entspricht. Die Erwartungen von Eva und Adam standen dem Gehörten völlig entgegen. 

Jesus fordert uns dazu auf, so zu reden, dass für das Gegenüber Klarheit besteht und der andere von der Wahrheit des Gesagten ausgehen kann.

Paulus empfiehlt alles zu prüfen und das Gute zu behalten.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern einen gesegneten Sabbat und eine Woche ohne böse Überraschungen.

Eine gesegnete Zeit

Manuel

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