News

Angedacht - Speisekarte

27. März 2015 09:00 von Manuel Bendig | Kategorie: Hansa, NIB, BW, NRW, Jugend

Foto: Uschi Dreiucker - pixelio.de

Der Besuch in einem guten Gasthaus ist geplant. Kaum hat man seinen Platz eingenommen, wird die Speisekarte gebracht. Doch das Werk mutet eher als dicke Mappe, denn als Karte an.

Seitenweise Vorspeisen, Hauptspeisen, Nachspeisen, Getränke aller Couleur und eine Extraabteilung für Eis.

Da fragt man sich schon, wer das alles essen soll? Doch ist das nicht die Frage. Die Frage lautet vielmehr: „Was wähle ich aus von diesem reichhaltigen Angebot?“

Nehme ich die Empfehlung des Tages, oder wähle ich lieber das bewährte Menü, das mir der Nachbar empfohlen hat?

Und ehe ich mich versehe, wird die Speisekarte zur Last meiner Entscheidung.

Weil viele die Vielfalt als lohnenswert ansehen, gibt es immer häufiger Menschen die immer mehr oder gar alles wollen.

Alles geht aber nicht – nicht bei der Speisekarte und auch nicht im Leben. Der Apostel Paulus formuliert es, weil er die Menschen gut zu kennen scheint, etwas tiefsinniger: „Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen.“ (1. Kor. 6:12)

Bevor der ein oder andere daraus eine Verbotslinie der Bibel entwickelt, sei klargestellt, dass der christliche Glaube weder eine Verbotsreligion ist, noch weltfremd oder freudenfeindlich daherkommt. Erlaubt ist alles, aber nicht alles fördert unser Leben und hilft dem Leben anderer. Vieles zerstört Freundschaft und Beziehungen. Manches bringt dem eigenen Leben Verdruss und Verderben. Beispiele dazu kennen wir alle zuhauf.

Es kommt im Leben eher darauf an, das richtige Maß zu finden. Es kommt auf die Entscheidungen an, dies zu nehmen und jenes abzulehnen oder zu lassen.

Bei all dem ist es der große und doch so nahe Gott, der uns helfen will, das zu wählen, was dem Leben dient.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine entscheidungsfreudige und gesegnete Zeit!

Manuel Bendig

teilen |

zurück zu News