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Angedacht - Zweideutig

20. Februar 2015 12:00 von Manuel Bendig | Kategorie: Hansa, NIB, BW, NRW, Jugend

Foto: unbekannt

Zweideutig
Das Gespräch zwischen den Arbeitskollegen war eindeutig zweideutig. Ihre Unzufriedenheit an ihrem Arbeitsplatz haben sie offensichtlich schon mehrfach diskutiert. Ihre Stimmlage, Mimik und Wortwahl deutete auf einen angestauten Frust hin.
Mit dem Satz, „Dem muss mal ganz klar sagen, dass es so nicht geht!“, unterbrach einer der Mitarbeiter das Klagen. Die plötzlich eingetretene Still wurde durch die Feststellung einer Kollegin unterbrochen. „Wie sollen wir es den formulieren, ohne dass uns gleich ein Strick daraus gedreht wird?“ Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. „Das geht nur indem wir es Andeuten, ohne es zu sagen. Irgendwie zweideutig...!“

Zweideutige Aussagen resultieren aus ganz unterschiedlichen Beweggründen. Neben der Angst jemanden zu verletzten ist es andererseits das Bemühen höflich zu sein. Die Wahrheit zu sagen, ohne sie direkt ausgesprochen zu haben ist ein weiterer Grund für das mühevoll sortieren von, und suchen nach den rechten Worten.

Jesus hat in der Bergpredigt unsere Eindeutigkeit gefordert. Wenn er sagt, dass ein Ja ein Ja, oder ein Nein ein Nein sein soll, dann fordert er uns auf eindeutig zu dem zu stehen, was wir sagen wollen. Alles andere definiert er als Produkt des Bösen. (Matthäus 5:37)
In diesem Sinn wünsche ich uns allen eine ehrliche und eindeutige Woche, in der wir bewusst zwischen Reden und Schweigen, vor allem aber handeln entscheiden. 

Eine gesegnete Zeit!

Manuel Bendig

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