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Angedacht - Buße

07. Februar 2014 00:00 | Kategorie: Hansa, NIB, Bayern, BW, NRW

Foto: Andrea Damm pixelio.de

Der Begriff Buße wird gemeinhin in zweierlei Sinn verstanden. In religiösem Sinn ist es die Umkehr von falschem Handeln, zurück zu Gott. Verwaltungsrechtlich gesehen ist es die Sanktion gegenüber einer begangenen Verfehlung. Beides ist verbunden mit der Einsicht des bisherigen falschen Handelns und einer 180°-Wende im Denken, Handeln und Reden.  Meist macht der Mensch seine religiös motivierte Umkehr mit sich und seinem Gott aus. Bei der rechtlichen Buße ist das schon etwas schwerer, alles für sich zu behalten, sind die Sanktionen doch meist die Folge eines Rechtsverfahrens. Dieses ist mit Anhörungen, Stellungnahmen, Verteidigung etc. verbunden.

Ein weltweit bekannter, ehemaliger Radprofi gab dem bisherige Bußverständnis einen ganz neuen, spektakulären Sinn. In einem Interview mit der wohl berühmtesten Journalistin der USA packte er aus! Er bestätigte sein Doping, das ihm seit Jahren vorgeworfen wurde, welches er aber stets bestritt.

Diesem Interview, weder ein religiöser, noch rechtlicher Akt, hatte er sicher nicht unter Zwang zugestimmt. Dass die Richtung des Interviews – sein spätes Geständnis – bereits Tage vor der Ausstrahlung durch die Medien lief, lässt uns aufmerken.
Ist es Buße oder steckt dahinter viel mehr...? Eh wir uns in die Gefahr begeben, über Herrn A. zu urteilen, was uns überhaupt nicht zusteht, ist es der Gedanke, wie wir mit der Buße umgehen, der uns nicht loslassen sollte.  

Welche Motive stehen hinter unserer Buße?: Sicher ist sicher? Angst? Tradition? Fishing for compliments? Oder ist es die Beziehung zu unserem Herrn, die uns nach seinem Willen fragen lässt?  

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine nachdenkliche Woche!

Eine gesegnete Zeit! Manuel Bendig

 

 

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